Kündigung Abfindung

Die Höhe einer Abfindung hängt von verschiedensten Faktoren ab. Immer wieder hört man, dass dem Arbeitnehmer eine Abfindung von einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr bei Kündigung, meist betriebsbedingte Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber und Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes zustehe. Diese Aussage ist schlicht falsch. Zunächst bleibt festzuhalten, dass es keinen Paragraphen gibt, welcher die Höhe einer zu zahlenden Abfindung nach Kündigung eines Arbeitsverhältnisses regelt (Ausnahme Auflösungsantrag). Über die Höhe der Abfindung ist vielmehr zu verhandeln, in unserer Kanzlei durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht. Selbst verständlich kann der Arbeitnehmer mit einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr als Abfindung zufrieden sein, er muß es aber nicht. Bei entsprechend sorgfältiger Vorbereitung der Kündigungsschutzklage und der Bereitschaft des Arbeitnehmers, sich auch in dem Arbeitsgerichtsprozess entsprechend einzubringen, sind auch deutlich höhere Abfindungen erzielbar. Es kann bei der Berechnung der Abfindung von dem Grundsatz ausgegangen werden, je rechtswidriger die Kündigung des Arbeitgebers ist, desto höher kann die Abfindung ausfallen. Selbst verständlich macht es keinen Sinn, eine Abfindung in einer Höhe zu verlangen, die der Arbeitgeber schlicht nicht bezahlen kann. Der Arbeitgeber wird aber durchaus bereit sein auch eine Abfindung „über das übliche Maß hinaus“ zu bezahlen, sofern er vermittelt bekommt, dass die von ihm ausgesprochene Kündigung der gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten wird und der Arbeitnehmer durchaus bereit ist, nach dem gewonnenen Kündigungsschutzprozess seine Arbeitsstelle wieder anzutreten.

Für weitere Fragen rund um das Thema Arbeitsrecht, Kündigung, Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht und Abfindung stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Jan Szymanski
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Rechtsanwalt